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Nr. 18: Scheiden tut weh! Trennung und Tod.

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Die Erfahrung, verlassen zu werden, gehört zu den leidvollsten überhaupt. Das Fehlen eines geliebten Menschen hinterlässt eine Lücke, die grossen Schmerz verursacht. Bei einer Trennung kommen oft Verletzung, Demütigung, Schwächung des Selbstwertgefühls hinzu. Beim Tod ist es vor allem die Endgültigkeit, die uns zu schaffen macht – Ungesagtes, Unerledigtes... Doch jede Trennung, ob durch Scheidung oder Tod, ist der Beginn eines neuen Lebensabschnitts und bringt eine grosse Erfüllung.

Beispiele für erörterte Detailfragen

• Der Tod: immer ein unerwarteter Besucher • Jede Trennung ist ein Neuanfang • Der Schmerz, verlassen zu werden • Der Schmerz beim Tod eines geliebten Menschen • Trennung oder Tod als Befreiung? • Wie sinnvoll ist Trauer? • Ein noch nicht überwundener Todesfall • Der Tod meines Kindes • Wann soll man eine Beziehung beenden? • Scheidung obwohl man sich noch liebt? • Die Angst vor der Trennung • Einen Schlussstrich ziehen

Entwicklungsziel

Ich lerne, den stetigen Wandel des Lebens anzunehmen und die Vergangenheit loszulassen.
Habe ich einen geliebten Menschen durch Tod verloren, bewahre ich sein Andenken in Freude und Dankbarkeit – ohne Anhaftung.
Ist meine Beziehung zu einem geliebten Menschen getrennt worden, beschliesse ich sie auch innerlich, ohne Groll oder Hadern.

Leseprobe

Ein Mann bat den Todesengel Azrael, ihm rechtzeitig Bescheid zu sagen, bevor er ihn abholen würde. Dieser versprach es.
Eines Tages erschien er aber unvermittelt und teilte dem Mann mit, dass es am nächsten Tag so weit sei.
Der Mann war entsetzt: „Das kann nicht sein! Du hast mir doch zugesagt, mich beizeiten darüber zu informieren!“
Azrael antwortete: „Ich habe dir genügend Zeichen gegeben! Als dein Vater ins Jenseits ging, hast du es nicht verstanden; wie ich deinen Bruder, deinen Nachbarn und deinen Freund, einen nach dem anderen, holte, hast du nichts gelernt. Nun bist du morgen dran.“
Als der Mann am darauffolgenden Tag in Begleitung des Todesengels in die andere Welt hinübertrat, begegneten ihnen viele, viele verstorbene Menschen, und alle beklagten sich laut: „Warum hast du uns nicht rechtzeitig Bescheid gesagt? Wir hätten noch so viel zu erledigen gehabt...“

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