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Leseprobe "Einsichten" aus Sonnwandeln Nr. 17 "Liebe ist kein Deal"

Die tragenden Gedanken

Der Mensch ist zu reiner, wahrer Liebe fähig, zu dieser selbstlosen, edlen Liebe. Doch er muss sich darum bemühen, denn in gewöhnlichen zwischenmenschlichen Beziehungen herrscht das Ego vor.

Wir machen aus der Liebesbeziehung einen Deal, dessen erster Punkt heisst: Ich gebe, aber ich will auch bekommen. Daneben gibt es viele andere Forderungen und Erwartungen, die zu Konflikten führen.

Es geht bei der reinen, wahren Liebe nicht darum, uns einem anderen Ego zu unterwerfen, uns „aufzuopfern“, sondern darum, die Liebe nicht an Forderungen und Erwartungen zu knüpfen – lieben um der Liebe willen.

Eifersucht, Neid, Konkurrenzdenken, Sich-beweisen-müssen, Machtkampf und mehr dergleichen haben in einer echten Liebesbeziehung keinen Platz.

Das grundlegende Problem bei Liebesbeziehungen sind unsere Wünsche und Vorstellungen, was die Beziehung uns geben muss, einerseits, und andererseits der Drang nach missverstandener Selbstverwirklichung und Selbstbestimmung.

Ganz allgemein, aber besonders für Liebesbeziehungen, gilt: Ich kann (und soll) nur mich selbst ändern, niemals den Partner!

Innenschau

Nehme ich meine problematischen Liebesbeziehungen einfach als gegeben und unabänderlich hin oder glaube ich, dass ich die Situation verbessern kann?

Herrscht in meinen Liebesbeziehungen die Verlustangst?

Versuche ich in meinen Liebesbeziehungen oft Vereinbarungen und Kompromisse auszuhandeln?

Nehme ich meine Forderungen und Erwartungen an den Partner zu wichtig und lasse mich dadurch zu Konflikten hinreissen?

Fällt es mir schwer, mich in die Bedürfnisse des Partners einzufühlen?

Befürchte ich, dass wenn ich zu sanft und nachgiebig bin, meine Lieben das ausnützen könnten?

 

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